05.01.2026 Kea Schnatbaum
KI-Agenten sind längst keine Zukunftsvision mehr: Sie erleichtern den Arbeitsalltag, übernehmen komplexe Aufgaben und schaffen Raum für echte Innovation. Nilufar, Consultant Data Scientist, arbeitet genau an diesen Lösungen. Im Interview erzählt sie, wie sie zu ORAYLIS gekommen ist, was sie an KI-Agenten so fasziniert und warum wir ihrer Meinung nach erst ganz am Anfang dieser Entwicklung stehen.

Nilufar, kannst du dich kurz vorstellen und erzählen, wie du zu ORAYLIS gefunden hast?
Nilufar: Hallo, ich bin Nilufar und arbeite als Consultant Data Scientist bei ORAYLIS. Schon im Studium habe ich meine Leidenschaft für Daten entdeckt – besonders begeistert hat mich, wie man aus komplexen Informationen praktische und intelligente Lösungen entwickeln kann. Als ich ORAYLIS kennengelernt habe, war für mich schnell klar: Das ist genau das Umfeld, in dem ich wachsen und meine technischen Interessen vertiefen kann.
Gestartet bin ich zunächst als Data Analyst, und es hat nicht lange gedauert, bis ich meinen Weg in das Data-Science-Team gefunden habe. Während ich anfangs vor allem Prognosemodelle und klassische datengetriebene Lösungen entwickelt habe, konzentriere ich mich heute immer stärker auf KI-basierte Ansätze – vor allem auf GenAI– und LLM-Lösungen sowie auf Multi-Agenten-Architekturen. Diese Technologien eröffnen neue Möglichkeiten, Probleme intelligenter zu lösen und Unternehmen nachhaltig zu unterstützen.
Du arbeitest bei ORAYLIS mit AI-Agenten. Kannst du uns einen kleinen Einblick geben, wie das in deinem Arbeitsalltag aussieht?
Nilufar: In meinem Arbeitsalltag entwickle ich KI- und Agentenlösungen, die Teams im Unternehmen entlasten, indem sie wiederkehrende Aufgaben automatisieren oder komplexe Abläufe intelligenter unterstützen. Dabei geht es häufig darum, Informationen aus verschiedenen Quellen zu verarbeiten, Entscheidungen vorzubereiten oder Inhalte zu erstellen, die sonst viel manuelle Arbeit erfordern würden.
Besonders spannend finde ich, dass diese Systeme nicht nur einzelne Schritte automatisieren, sondern immer häufiger ganze Prozessketten automatisieren – von der Datenaufnahme über die Analyse bis hin zur Generierung von Ergebnissen, die Menschen in ihrer täglichen Arbeit direkt weiterhelfen. Dadurch entstehen Lösungen, die wirklich Zeit sparen und die Qualität im Arbeitsalltag unserer Kunden spürbar verbessern.

Wie bist du persönlich zu dem Thema KI-Agenten gekommen? Gab es einen Moment, in dem du gemerkt hast: „Das ist genau mein Ding“ oder hat sich deine Begeisterung nach und nach entwickelt?
Nilufar: Meine Begeisterung für KI-Agenten hat sich Schritt für Schritt entwickelt. Am Anfang stand die Faszination dafür, wie große Sprachmodelle Informationen verstehen und verarbeiten können. Richtig „klick“ gemacht hat es aber, als ich erste praktische Lösungen umgesetzt habe. Zum Beispiel Agenten, die Telefonbestellungen automatisch aufbereiten, große Dokumentenmengen zusammenfassen oder Unternehmensdaten in natürlicher Sprache zugänglich machen.
Da habe ich gesehen, wie viel Entlastung und Effizienz solche Systeme in der Realität schaffen können. Dieses Zusammenspiel aus Automatisierung, Intelligenz und echtem Mehrwert für Menschen hat mich total überzeugt. Seitdem ist für mich klar: KI-Agenten sind nicht nur ein spannendes Technologiethema, sondern ein Werkzeug, das Arbeitsprozesse nachhaltig verändern kann – und genau das motiviert mich bis heute.
Viele können sich unter KI-Agenten vielleicht noch wenig vorstellen. Kannst du uns ein Beispiel geben, wie solche Agenten heute schon in Unternehmen eingesetzt werden und was dich daran besonders fasziniert?
Nilufar: KI-Agenten werden heute schon in vielen Bereichen eingesetzt, in denen Informationen verarbeitet, Entscheidungen vorbereitet oder Inhalte erstellt werden müssen. Sie können zum Beispiel automatisch Daten aus verschiedenen Formaten verstehen, Prozesse anstoßen oder umfangreiche Texte generieren, die sonst viel manuelle Arbeit erfordern würden. Auch das intelligente Unterstützen oder Teil-Automatisieren von Geschäftsprozessen gehört dazu – etwa indem ein Agent Informationen aus Nachrichten extrahiert, korrekt zuordnet und damit den nächsten Prozessschritt vorbereitet.
Besonders faszinierend an diesen Systemen ist für mich ihre Vielseitigkeit. Ein Agent ist nämlich mehr als nur ein Chatbot, der Fragen beantwortet: Er kann aktiv handeln, Tools nutzen, Schritte planen und Aufgaben eigenständig ausführen. Dadurch entsteht etwas, das sich fast wie ein digitales Teammitglied anfühlt: flexibel, lernbereit und in der Lage, Menschen spürbar zu entlasten. Genau dieses Zusammenspiel von Intelligenz, Automatisierung und echter Unterstützung macht KI-Agenten für mich so spannend.

Gibt es ein Projekt oder einen Erfolgsmoment, bei dem du dachtest: „Wow, das verändert wirklich etwas im Arbeitsalltag unserer Kunden“?
Nilufar: Ja, absolut. Besonders beeindruckend war für mich ein Projekt, bei dem wir einen mehrsprachigen Bestellassistenten entwickelt haben. Dieser KI-Agent verarbeitet automatisch alle telefonischen Bestellungen, die außerhalb der Arbeitszeiten eingehen inklusive Transkription, Extraktion der relevanten Informationen und Vorbereitung der Bestellung.
Früher mussten die Sachbearbeiter morgens alle Nachrichten einzeln anhören und die Bestellungen manuell anlegen. Jetzt liegt alles bereits fertig sortiert und vorbereitet vor. Die Zeitersparnis ist enorm, und gleichzeitig steigt die Qualität, weil nichts mehr überhört oder vergessen wird. Das war ein Moment, in dem ich wirklich gesehen habe, wie stark KI-Lösungen den Arbeitsalltag erleichtern können.

Wenn du an die Zukunft denkst: Welche Entwicklungen im Bereich KI-Agenten machen dich besonders neugierig oder motivieren dich, weiter in dem Bereich zu arbeiten?
Nilufar: Mich begeistert vor allem die Entwicklung hin zu noch autonomeren Agentensystemen, die komplexe Aufgaben nicht nur ausführen, sondern selbstständig planen, priorisieren und sich an neue Situationen anpassen können. Die Kombination aus GenAI, klassischen ML-Modellen und Multi-Agenten-Architekturen eröffnet dafür riesige Möglichkeiten.
Ich finde es außerdem spannend, wie schnell sich das Feld entwickelt. Jede neue Generation von Modellen bringt Funktionen mit, die vor kurzer Zeit noch undenkbar waren. Diese Dynamik motiviert mich enorm – denn sie zeigt, dass wir gerade erst am Anfang stehen und KI-Agenten in Zukunft noch viel tiefgreifender in Unternehmen wirken werden.
