11.05.2026 David Claßen
Das Jahr 2026 zeichnet sich für Microsoft-Kunden durch ein außergewöhnliches Zusammenspiel von Preisbewegungen aus: Einerseits wurde zum 1. Februar eine währungsbedingte Preissenkung umgesetzt. Andererseits sind für den 1. Juli Preiseanpassungen angekündigt, die sich vor allem auf umfangreiche funktionale Erweiterungen zurückführen lassen, etwa in den Bereichen:
- Security
- Compliance
- KI/Copilot-Integration
Durch diese spezielle Ausgangssituation ist es für Unternehmen sinnvoll, die eigene Lizenzstrategie einer Prüfung zu unterziehen. Wie sich zeigt, bieten sich diverse Möglichkeiten, die Kosten nachhaltig zu optimieren
Rückblick: Preissenkung zum 1. Februar 2026
Seit dem 1. Februar 2026 profitieren Unternehmen in der EU von deutlich reduzierten Lizenzkosten für die Microsoft Commercial Cloud Services, wie etwa Microsoft 365. Konkret hat Microsoft im Zuge einer Währungsanpassung die Preise um durchschnittlich 7,4% gesenkt.
Allerdings gilt die Ersparnis ausschließlich für Neuverträge oder Verlängerungen, die ab diesem Stichtag abgeschlossen wurden. Kunden, die kurz vor Februar einen neuen Jahresvertrag unterschrieben haben, zahlen aktuell noch die alten, höheren Konditionen. Wenn Sie dabei mit einem autorisierten Reseller zusammenarbeiten, wurden Sie ggf. nicht zielgerichtet beraten.
Ausblick: Preisanpassung zum 1. Juli 2026
Derweil werfen die nächsten Preisbewegungen bereits ihre Schatten voraus: Aufgrund der genannten Funktionserweiterungen hebt Microsoft die Kosten zum 1. Juli 2026 an. Je nach Produkt ist mit Aufschlägen zwischen 5% und 17% zu rechnen.
Besonders betroffen sind Kernprodukte wie:
- Microsoft 365 Business Basic und Standard
- Enterprise-Pläne (E3 und E5)
- Frontline-Optionen (F1/F3)
Währenddessen bleibt der Business-Premium-Plan nach aktuellem Stand preislich stabil, was ihn zur derzeit attraktivsten Option für den Mittelstand macht. Wichtig für Ihre Lizenzstrategie: Auch die Preiserhöhungen greifen erst bei Neukäufen oder Verlängerungen ab Juli. Wenn Sie also jetzt handeln, können Sie sich die niedrigen Februar-Konditionen noch für ein ganzes Jahr sichern.
Kurzfristige Maßnahme: Verlängern Sie jetzt
Durch die ungewöhnliche Kombination aus Preissenkungen und -erhöhungen eröffnet sich Ihnen ein einmaliges Zeitfenster für Optimierungen bzw. eine Neuausrichtung Ihrer Lizenzstrategie. Dabei können Sie sich die beschriebenen Kostenvorteile sichern und gleichzeitig Mehrbelastungen vermeiden.
Was Sie jetzt tun können:
- Preise einfrieren: Sichern Sie sich durch eine Verlängerung vor dem 1. Juli die aktuell niedrigen Februar-Konditionen für das nächste Jahr.
- Flexibilität bewahren: Mit 12-monatigen Laufzeiten bleiben Sie agil, profitieren aber sofort von der aktuellen 7,4%-Senkung.
Das heißt: Die Wirtschaftlichkeit Ihrer Lizenzvereinbarungen hängt in diesem Jahr maßgeblich vom Zeitpunkt der Verlängerung ab, nicht nur vom Lizenztyp.
Langfristige Strategie: Wechsel in das CSP-Modell
Wenn Sie sich dauerhaft gegen Preisunsicherheiten wappnen wollen, dann nehmen Sie idealerweise die Unterstützung eines Cloud Solution Providers (CSP) wie ORAYLIS und damit das CSD-Modell von Microsoft wahr. Auf diese Weise haben Sie nicht nur laufend einen kompetenten Ansprechpartner an Ihrer Seite, der für Sie Kosten und Optimierungspotenziale im Blick behält. Sie profitieren ebenso von speziellen Angeboten.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Preisbewegungen ist ein dreijähriges Abonnement für zentrale Produkte wie Microsoft 365 E3 und E5 sowie dedizierte Teams-Varianten besonders attraktiv.
Die Vorteile der 3-Jahres-Laufzeit im Überblick:
- Langfristige Preisbindung: Sie sichern sich langfristig die aktuellen Tiefpreise und können künftige Erhöhungen komplett ignorieren.
- Enterprise-Stabilität ohne Hürden: Sie profitieren von einer Preisstabilität, die früher nur Großkonzernen vorbehalten war – und das ganz ohne starre Mindestabnahmemengen.
- Wirtschaftliche Anreize: Beim Upgrade auf höherwertige Suiten (z. B. E3/E5) sind zusätzliche Preisvorteile und Rabattierungen möglich.
- Flexible Zahlungsmodalitäten: Trotz der langen Laufzeit haben Sie die Wahl zwischen einer jährlichen oder einer einmaligen bzw. triennalen“ Abrechnung, sodass Sie Ihren Cashflow optimal steuern können.
Die 3-Jahres-SKUs sind damit das effektivste Instrument, um Ihre IT-Kostenstruktur gegen die Volatilität des Jahres 2026 abzusichern.
Vorgehen bei laufenden Verträgen: Auch Bestandskunden können wechseln
Was ist, wenn Ihr bestehendes Jahresabonnement über den Juli 2026 hinaus läuft? Sind Sie dadurch vom CSP-Programm vorerst ausgeschlossen und müssen Ihre Verträge zu den höheren Konditionen verlängern?
Ein klares „Nein“ – entgegen der weit verbreiteten Annahme sind Sie nicht gezwungen, das reguläre Laufzeitende abzuwarten. Microsoft unterstützt explizit den umgehenden Transfer laufender New-Commerce-Experience(NCE)-Abonnements vom aktuellen Vertriebskanal – wie Microsoft Direct oder einem anderen Partner – zu einem spezialisierten CSP-Partner.
Mit ORAYLIS als CSP-Partner verläuft der Wechsel wie folgt:
- Mandatierung: Sie akzeptieren eine digitale Beziehungsanfrage von ORAYLIS.
- Transfer-Steuerung: Wir initiieren eine offizielle Übertragungsanfrage im Microsoft Partner Center.
- Kostenoptimierung: Microsoft beendet das bestehende Abonnement anteilig. Der bisherige Anbieter erhält eine entsprechende Rückerstattung, während wir für Sie sofort ein neues Abonnement zu den aktuellen Tiefstkonditionen starten.
- Kontinuität: Der Wechsel erfolgt im Hintergrund – Ihre IT-Infrastruktur und die Nutzerkonten bleiben davon vollkommen unberührt.
Zusammengefasst: Durch den Wechsel profitieren Sie von sofortigen Einsparungen und sichern sich – je nach gewählter Laufzeit – die heutigen Konditionen weit über das Jahr 2026 hinaus.
Fazit: Die nächsten Wochen erfordern Entscheidungen
Das Jahr 2026 verlangt Unternehmensverantwortlichen für das Microsoft-Lizenzmanagement einiges ab. Auf der einen Seite ist wohlbedachte Planung notwendig. Auf der anderen Seite ist mehr denn je schnelles Handeln gefragt.
Als Empfehlung lässt sich aussprechen: Nutzen Sie das aktuelle Zeitfenster bis zum Juli für eine Bestandsaufnahme. Ob durch die strategische Wahl zwischen 12- und 36-Monats-Laufzeiten oder den unmittelbaren Wechsel zu einem CSP-Partner – die Weichen für ein kosteneffizientes IT-Jahr werden in den kommenden Wochen gestellt.
