Auf einen Blick
- Kunde: ALPLA Group, Österreich
- Branche: Fertigungsindustrie
- Projektziel: Laufende Betriebsservices für die weltweite Datenplattform sowie Unterstützung bei der Weiterentwicklung
- Technologien: Databricks, Azure Data Lake, Azure Data Factory, Azure DevOps
Manche Unternehmen starten neue Datenlösungen und stellen erst danach fest, dass mit dem Betrieb eine Vielzahl laufender Aufgaben einhergehen. Nicht so die ALPLA Group aus dem österreichischen Hard. Der führende Verpackungshersteller hat seine weltweite Datenplattform – den sogenannten AlplaMART – nach neusten Erkenntnissen in einem Data Strategy Assessment (DSA) geplant und mit modernen Technologien aus der Azure Cloud umgesetzt. Dabei wurden auch die künftigen Betriebsservices bereits im Vorfeld genau umrissen.

Das heimische Werk der ALPLA Group in Fussach. (ALPLA)
Die Gründe liegen für Andreas Weilguny, Senior Business Analyst und Operations-Verantwortlicher bei ALPLA, auf der Hand: „Wir müssen eine bestmögliche Betriebssicherheit gewährleisten, sonst brauchen wir so ein umfangreiches Plattform-Projekt erst gar nicht zu starten. Niemand arbeitet mit einer Lösung, die schlecht verfügbar ist und lückenhafte Zahlen liefert.
Erst der Service-Plan, dann die Entwicklungsarbeit
Der AlplaMART bringt viele neue Herausforderungen mit sich. Daher setzen die Verantwortlichen bei den laufenden Plattform-Services auf externe Unterstützung. Die Datenexperten der ORAYLIS GmbH haben das großangelegte Digitalisierungsprojekt von Beginn an mitgeprägt: „Unser Partner hat nicht nur die technische Lösung realisiert, sondern auch wichtige strategische und organisatorische Impulse gesetzt. Das Operations-Team von ORAYLIS war bereits im initialen DSA mit an Bord und hat uns auf viele relevante Themen aufmerksam gemacht. Es wurde schnell deutlich, dass wir den weiteren Lösungsbetrieb gemeinsam angehen werden.“

Immer mehr ALPLA-Mitarbeitende nutzen Daten, um ihre geschäftlichen Ziele zu erreichen. (ALPLA)
Infolgedessen lag bereits vor dem Start der Plattform-Entwicklung ein detaillierter Service-Plan vor, der alle wichtigen Prozesse, Maßnahmen und Rollen enthielt. Gleichzeitig wurden die Aufwände und Kosten transparent. Andreas Weilguny bringt auf den Punkt, was für ihn gute Plattform-Services ausmachen: „Für mich ist das, wie mit dem Strom aus der Steckdose – er steht immer zur Verfügung und du nimmst ihn gar nicht wahr. Auf unser tägliches Geschäft gemünzt bedeutet das: Fehler werden behoben, bevor die Nutzenden oder ich es bemerken. Das ORAYLIS-Team gibt mir diesbezüglich sehr viel Ruhe und Sicherheit.“
Maßnahmen für eine optimale Betriebssicherheit
Wie sind die Services rund um die Plattform nun organisiert? Welche Komponenten braucht es, um eine optimale Betriebssicherheit zu ermöglichen? „Ein Kernelement unser Serviceleistungen ist ein laufendes Monitoring, das sämtliche Prozesse rund um die Extraktion, Beladung und Transformation der Daten umfasst“, erläutert Recep Gümüs, Operations-Experte bei ORAYLIS. „Allein für das unternehmensweite Produktionsreporting verarbeiten wir Daten aus mehr als 190 Werken weltweit.“

Recep Gümüs, Service Consultant bei der ORAYLIS GmbH. (ORAYLIS)
Visualisiert wird das Monitoring über kundenindividuelle Berichte und Dashboards. Für den Fall von Unregelmäßigkeiten – etwa, wenn Ladeprozesse abbrechen oder sich verzögern –hat das Operations-Team automatische Alerts eingerichtet. Auf diese Weise lassen sich bereits viele Probleme aus der Welt schaffen, bevor sie im operativen Geschäft ankommen. Gelingt dies nicht, dann gibt es klare Vorgehensweisen: „Wir informieren das BI-Team und es erfolgt die Kommunikation an die betreffenden Fachbereiche. Zeitgleich starten wir mit der Fehlerbehebung. Alles ist darauf ausgerichtet, schnellstmöglich eine Lösung herbeizuführen und laufend Transparenz für alle Beteiligten zu halten.“
Service Desk für Nutzeranliegen
Weiterer Baustein des Betriebskonzeptes ist ein Service Desk, an das sich die Fachabteilungen mit technischen Fragen und Problemen wenden können. Schnittstelle und erste Ansprechpartner sind hier zunächst die Business Analysten aus dem BI-Team von ALPLA. Vor allem tiefergehende Entwicklungsthemen werden sofort an das ORAYLIS Operations-Team weitergespielt.
„Wir kümmern uns dann um die Anliegen der Anwender und bleiben so lange am Ball, bis der Fall gelöst ist“, erläutert Recep Gümüs. „Mit einem mehrstufigen Ticket-System halten wir dabei den Überblick und ermöglichen eine schnelle Bearbeitung. Gleichzeitig können wir auch hier volle Transparenz über den aktuellen Status gewährleisten.“
Laufende Verbesserung durch regelmäßigen Austausch
Quartalsweise stellt das Team aus ALPLA- und ORAYLIS-Mitarbeitenden die laufenden Prozesse und Maßnahmen in einem Service Management Meeting auf den Prüfstand. Dabei werden offene Themen adressiert, mögliche Optimierungspotenziale ausgelotet sowie Neu- und Weiterentwicklungen besprochen. „Ich freue mich jedes Mal auf diese Treffen“, sagt Andreas Weilguny. „Wir reden offen über alles und finden stets gute Lösungen. Ich habe danach immer das Gefühl, dass wir ein Stück weitergekommen sind. Unser regelmäßiger Austausch trägt dazu bei, den AlplaMART laufend zu verbessern.“
Die Erfolge der Zusammenarbeit zeigen sich in konkreten Ergebnissen: „Bei mir laufen erkennbar weniger Tickets auf – ein klares Zeichen dafür, dass unser gemeinsames Service-System funktioniert und wir immer mehr Probleme proaktiv lösen. Ich selbst habe dadurch mehr Zeit, um mich auf meine Kernaufgaben zu konzentrieren und Verbesserungen gemeinsam mit den Fachabteilungen voranzutreiben. Schließlich gibt mir das ORAYLIS-Team die beruhigende Gewissheit, dass im Hintergrund alles zuverlässig läuft.“
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