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Microsoft Fabric: Die 10 häufigsten Fragen einfach beantwortet

15.09.2026 Nils Kux

Während unseres Microsoft Fabric Webinars hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Fragen zu stellen. Dabei zeigte sich schnell: Viele Unternehmen beschäftigen dieselben Themen. Reicht Power BI noch aus? Wann lohnt sich Microsoft Fabric? Wie gelingt der Einstieg? Und welche Rolle spielt KI?

Die folgenden Fragen stammen direkt aus dem Webinar. Wir haben sie gesammelt und beantworten sie auf Basis unserer Erfahrungen aus Kundenprojekten.

Nils Kux und Dennis Loh-Mandrella beantworten die häufigsten Fragen zu Microsoft Fabric (ORAYLIS).

1. Was ist Microsoft Fabric überhaupt?

Microsoft Fabric bündelt Daten, Analysen und KI auf einer zentralen Plattform. Unternehmen führen dort Daten aus verschiedenen Quellen zusammen und nutzen sie für Analysen, Berichte und KI-Anwendungen.

Statt einzelne Azure-Dienste miteinander zu verbinden, nutzen Unternehmen eine gemeinsame Plattform. Fabric bündelt Datenintegration, Data Engineering, Data Warehousing, Echtzeitanalysen und Power BI. Alle Dienste greifen über OneLake auf dieselbe Datenbasis zu. So müssen Unternehmen Daten nicht mehrfach speichern.

Der entscheidende Vorteil: Fabric macht komplexe Datenlandschaften einfacher. Teams arbeiten mit einer gemeinsamen Oberfläche und verwalten Zugriffsrechte zentral. Das reduziert Datensilos, erleichtert die Zusammenarbeit und vereinfacht den Betrieb.

Unsere Projekterfahrung zeigt: Mit der Zahl der Datenquellen und Systeme wächst der Aufwand, sie zuverlässig zu verbinden. Fabric führt diese Daten auf einer gemeinsamen Plattform zusammen. So können Teams schneller darauf zugreifen, sie analysieren oder für KI-Anwendungen nutzen.

Microsoft Fabric fasst Data Factory, Synapse Analytics und Power BI zusammen

2. Reicht Power BI nicht aus?

Power BI gehört weiterhin zu den leistungsfähigsten Werkzeugen für Reporting und Datenvisualisierung. Sind Daten bereits sauber aufbereitet, die Datenmengen überschaubar und stammen aus wenigen Quellen, reicht Power BI häufig vollkommen aus.

Die Herausforderung beginnt, wenn Daten aus ERP-Systemen, CRM-Lösungen, Excel-Dateien oder weiteren Anwendungen regelmäßig zusammengeführt, bereinigt und zentral bereitgestellt werden müssen. Genau hier setzt Microsoft Fabric an.

Power BI unterstützt Anwender dabei, businessrelevante Fragen auf Basis von Daten zu beantworten. Microsoft Fabric schafft die Grundlage dafür, dass alle mit denselben, verlässlichen Daten arbeiten. Erst das Zusammenspiel beider Lösungen ermöglicht eine einheitliche und skalierbare Datenplattform.

Gerade Unternehmen, die bereits erfolgreich mit Power BI arbeiten, stoßen in unseren Projekten häufig an diesen Punkt. Fabric erweitert bestehende BI-Lösungen, statt sie zu ersetzen.

3. Wann lohnt sich Microsoft Fabric?

Microsoft Fabric lohnt sich, wenn Daten aus immer mehr Quellen zusammenkommen und bestehende Lösungen an ihre Grenzen stoßen.

Typische Anzeichen sind:

  • Daten verteilen sich auf Systeme wie ERP, CRM oder Excel.
  • Teams bereiten regelmäßig Daten manuell auf.
  • Abteilungen nutzen unterschiedliche Kennzahlen oder Datenstände.
  • Unternehmen möchten ihre Daten für KI-Anwendungen nutzen.

Microsoft Fabric schafft eine gemeinsame Datenbasis für verlässliche Analysen, Berichte und KI-Anwendungen.

4. Wie unterstützt Microsoft Fabric den Einsatz von KI?

Viele Unternehmen beschäftigen sich aktuell mit Microsoft Copilot, KI-Agenten oder generativer KI. Dabei wird häufig ein entscheidender Punkt unterschätzt: KI ist nur so gut wie die Daten, auf die sie zugreifen kann.

Microsoft Fabric schafft diese Grundlage. Daten werden aus unterschiedlichen Quellsystemen zentral zusammengeführt und stehen anschließend sowohl Fachbereichen als auch KI-Anwendungen zur Verfügung. Darüber hinaus bietet Fabric Funktionen wie Copilot-Unterstützung für Entwickler, Data-Science-Workloads und die Integration mit Azure AI Foundry.

Unsere Erfahrung zeigt, dass erfolgreiche KI-Projekte selten mit der Wahl eines KI-Tools beginnen, sondern mit einer belastbaren Datenbasis.

5. Wie gelingt der Einstieg in Microsoft Fabric?

Viele Unternehmen gehen davon aus, dass sie zunächst ihre gesamte Datenlandschaft modernisieren müssen. In unseren Projekten zeigt sich jedoch ein anderes Bild.

Die erfolgreichsten Fabric-Projekte starten mit einem konkreten Anwendungsfall. Das kann beispielsweise ein Vertriebsdashboard, die Zusammenführung von ERP- und CRM-Daten oder ein automatisiertes Reporting für einen Fachbereich sein.

So entstehen innerhalb kurzer Zeit sichtbare Ergebnisse. Gleichzeitig wächst die Plattform Schritt für Schritt mit den Anforderungen des Unternehmens. Dieses Vorgehen reduziert Risiken, schafft schnelle Erfolge und erleichtert den späteren Ausbau der Datenplattform.

6. Welche Lizenz benötige ich für Microsoft Fabric?

Microsoft Fabric basiert auf einem Kapazitätsmodell. Unternehmen buchen die Rechenkapazität, die sie für ihre Workloads benötigen. Für erste Tests reicht häufig bereits eine kleine Kapazität aus. Auch viele KI-Funktionen wie Copilot lassen sich inzwischen mit kleineren Fabric-Kapazitäten nutzen.

Wie groß die benötigte Kapazität ausfällt, hängt unter anderem von der Anzahl der Nutzer, dem Datenvolumen und den eingesetzten Workloads ab.

Aus unserer Erfahrung empfiehlt sich ein Pilotprojekt mit einer kleinen Kapazität. So sammeln Unternehmen erste Erfahrungen und können die Ressourcen später an die tatsächliche Nutzung anpassen, statt von Beginn an zu groß zu dimensionieren.

7. Wie funktioniert die Skalierung in Microsoft Fabric?

Microsoft Fabric lässt sich an wachsende Anforderungen anpassen. Steigen Nutzerzahl oder Datenvolumen, können Unternehmen ihre Fabric-Kapazität erhöhen. Dafür bietet Microsoft verschiedene Leistungsstufen. Kurzfristige Lastspitzen gleicht Fabric innerhalb bestimmter Grenzen automatisch aus.

Unternehmen können klein starten und ihre Kapazität bei Bedarf erhöhen etwa, wenn weitere Fachbereiche hinzukommen oder neue Anwendungsfälle mehr Leistung benötigen.

8. Microsoft Fabric oder Databricks – was ist der Unterschied?

In der Praxis lautet die eigentliche Frage jedoch selten „Microsoft Fabric oder Databricks?“, sondern: Welche Aufgaben soll die Plattform übernehmen?

Databricks spielt seine Stärken vor allem im Data Engineering bei der Verarbeitung sehr großer Datenmengen aus. Microsoft Fabric verfolgt dagegen einen ganzheitlichen und vereinfachten Plattformansatz und vereint verschiedene Datendisziplinen in einer zentralen Oberfläche für Entwickler und Endanwender.

In vielen Kundenprojekten ergänzen sich beide Lösungen sinnvoll. Während Databricks komplexe Datenverarbeitung übernimmt, stellt Microsoft Fabric Daten für Fachbereiche, Power BI und KI-Anwendungen bereit.

Welche Architektur sinnvoll ist, hängt letztlich von den individuellen Anforderungen und der bestehenden Systemlandschaft ab.

9. Wie machen wir unser Unternehmen fit für KI?

KI-Readiness beginnt nicht mit einem Chatbot oder Copilot. Sie beginnt mit einer Datenstrategie.

Unternehmen brauchen eine zentrale Datenbasis, automatisierte Datenprozesse, klare Berechtigungskonzepte und eine hohe Datenqualität. Erst dann können KI-Anwendungen zuverlässig auf Unternehmensdaten zugreifen. Microsoft Fabric unterstützt genau diesen Weg und schafft eine gemeinsame Grundlage für Reporting, Analytics und KI.

Unsere Projekte zeigen: Unternehmen, die zuerst ihre Datenbasis aufbauen, erzielen später deutlich schneller messbare Ergebnisse mit KI-Anwendungen.

10. Was kostet Microsoft Fabric?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Kosten hängen unter anderem von der benötigten Rechenkapazität, dem Datenvolumen, der Anzahl der Anwender, den Aktualisierungsintervallen und den eingesetzten Workloads ab.

Deshalb empfehlen wir mit einer leichtgewichtigen Architektur und einer kleineren Arbeitsumgebung in Fabric zu starten. Ein Pilotprojekt mit einer kleinen Rechenkapazität liefert schnell belastbare Erkenntnisse darüber, welche Ressourcen langfristig benötigt werden.

So vermeiden Unternehmen unnötige Investitionen und bauen ihre Plattform Schritt für Schritt bedarfsgerecht aus.

Fazit

Die Fragen aus unserem Webinar zeigen deutlich, dass viele Unternehmen vor denselben Herausforderungen stehen. Es geht längst nicht mehr nur um Reporting oder einzelne KI-Anwendungen. Gefragt sind Plattformen, die Daten zentral bereitstellen, Prozesse vereinfachen und eine belastbare Grundlage für zukünftige Innovationen schaffen.

Der Erfolg hängt selten allein von der Technologie ab. Entscheidend sind ein klarer Anwendungsfall, eine belastbare Datenbasis und ein schrittweises Vorgehen.

Wer bereits mit Power BI arbeitet und seine Datenstrategie weiterentwickeln möchte, findet in Microsoft Fabric eine einfach zugängliche und skalierbare Plattform, die Reporting, Analytics und KI auf einer gemeinsamen Datenbasis verbindet.

Haben Sie Fragen zu Microsoft Fabric oder möchten herausfinden, ob die Plattform zu Ihrer bestehenden Daten- und Systemlandschaft passt? Sprechen Sie uns gerne an – wir unterstützen Sie von der ersten Bewertung bis zur erfolgreichen Umsetzung.

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